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Prestigeprojekt Mehrgenerationenhäuser vor dem Ende / Daniela Behrens: Einrichtungen in Cuxhaven, Otterndorf und Osterholz-Scharmbeck in Gefahr

Mehrgenerationenhaus-in-bonn

Mehrgenerationenhaus in Bonn. Quelle: Bundesregierung

10. September 2010 0 Kommentare

Ein Prestigeprojekt der ehemaligen niedersächsischen Sozialministerin und heutigen Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) wird in Niedersachsen still und heimlich beerdigt. Auf eine Kleine Anfrage des SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag zur Zukunft der 56 Mehrgenerationenhäuser in Niedersachsen teilt die Landesregierung mit, dass an eine Fortführung der Förderung nach Ablauf dieses Jahres nicht gedacht sei.

"Das bedeutet, dass die Einrichtungen in Cuxhaven und Otterndorf (Landkreis Cuxhaven) und in Osterholz-Scharmbeck (Landkreis Osterholz) in Gefahr sind", teilt die örtliche Abgeordnete Daniela Behrens mit.

„Ministerin von der Leyen hat sich mit ihrem Projekt der Mehrgenerationenhäuser überall profiliert und gebrüstet. Mit großem Tamtam ist sie damit übers Land gezogen, besuchte auch unsere Region - wohl wissend, dass nach Ablauf der staatlichen Förderung Schluss sein wird mit aller Herrlichkeit. Nun müssen mal wieder die Kommunen den Scherbenhaufen aufkehren", so Behrens.

2003 hatte die damalige Sozialministerin die Einrichtung von Mehrgenerationenhäusern in Niedersachsen mit Landesmitteln angeschoben. 2005 als Bundesfamilienministerin setzte sie auf Bundesebene das Programm mit Bundesmitteln fort. In Niedersachsen bestehende Mehrgenerationenhäuser wurden in das Bundesprogramm übernommen. Ende dieses Jahres läuft nun die Bundesförderung aus.

„Die jetzige Sozialministerin hat das Interesse an dem Projekt offenbar verloren. Uns wird lapidar mitgeteilt, die Kommunen müssten nun zusehen, wie es mit den Mehrgenerationenhäusern weitergehe, für weitere Förderung sei der Bund zuständig, das Land sehe eine Unterstützung jedenfalls nicht vor“, fasst Behrens die Antwort von Ministerin Aygül Özkan (CDU) zusammen.

Für Behrens steht fest: „Landes- und Bundesregierung müssen also handeln, damit Bewohner, Betreiber und Beschäftigte der Mehrgenerationenhäuser sowie die betroffenen Kommunen eine Perspektive entwickeln können."

 


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