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SPD macht sich für Kultur und Medien stark

Besuch Worpswede _wuemme-zeitung _07-2010

Daniela Behrens im Gespräch mit einer Künstlerin bei einem Besuch in Worpswede

06. September 2010 0 Kommentare

"Die SPD macht sich für die Absicherung der Arbeit im Kultur- und Medienbereich stark", erklärt Daniela Behrens, kultur- und medienpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im niedersächsischen Landtag. Auf der Konferenz der Sprecherinnen und Sprecher für Kultur und Medien der SPD-Fraktionen in Bund und Ländern sowie der SPD-Abgeordneten im Europaeischen Parlament, stand die Debatte um die Absicherung der wichtigen Arbeit in den Bereichen im Mittelpunkt.

Auf der Konferenz der Sprecherinnen und Sprecher für Kultur und Medien der SPD-Fraktionen in Bund und Ländern sowie der SPD-Abgeordneten im Europäischen Parlament wurden folgende Beschlüsse gefasst:

- Die Bildungspolitik muss zwingend den Aspekt der kulturellen Bildung und die Foerderung der Medienkompetenz einschliessen. Die kulturelle Bildung ist die zentrale Aufgabe der naechsten Jahre. Kunst, Musik und der Umgang mit den neuen Medien muessen in den Kindertageseinrichtungen und Schulen sowie in der Erzieher- und Lehrerausbildung integraler Bestandteil sein. Das sind die Orte, an denen Menschen ihre künstlerischen und kreativen Fähigkeiten entwickeln.

- Die Ausbildung von Kuenstlern und Kreativen muss auch kaufmaennische sowie paedagogische Kompetenzen (die Faehigkeit der Vermittlung) staerken. Dieser Aspekt ergaenzt massgeblich die ebenfalls notwendige Verbesserung der Rahmenbedingungen fuer kuenstlerisches und kreatives Schaffen - die Staerkung des Urheberrechts in der digitalen Welt und der sozialen Absicherung bei Arbeitslosigkeit oder im Alter.

- Das bewaehrte Modell der Bundesagentur, Regionaldirektion Berlin-Brandenburg, in allen Jobcentern in Berlin speziell geschulte Ansprechpartner fuer kuenstlerische Belange anzubieten, soll deutschlandweit umgesetzt werden.

- Der Bund darf sich nicht aus seiner finanziellen Verantwortung fuer die "Stiftung Tanz - Transition Zentrum Deutschland" verabschieden. Zumal die "Stiftung Tanz" vom Deutschen Bundestag, als Empfehlung der Enquete Kommission "Kultur in Deutschland" initiiert wurde. Die "Stiftung Tanz" hilft bei der Umschulung und Weiterbildung von Tänzerinnen und Tänzern, die sich ihrer aktiven Zeit auf der Bühne beruflich neu orientieren müssen.

- Der Denkmalschutz und die Förderung von Baudenkmälern müssen erhalten bleiben. Tendenzen wie in Sachsen, sich schrittweise aus der öffentlichen Verantwortung für die Bewahrung und die Sicherung unseres kulturellen Erbes zurueckzuziehen, sind der falsche Weg. Zudem muss der Schutz und Erhalt des UNESCO Welterbes deutlicher als bisher in Bundes- und Ländergesetzen verankert werden.

- Angesichts der Krise der öffentlichen Haushalte in Bund und Laendern muss die öffentliche Foerderung der Kultur besonders verteidigt werden.

- Wir begrüssen die Eckpunkte zur Umstellung der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf einen Rundfunkbeitrag und sprechen uns dafür aus, dass bei der Umsetzung der Eckpunkte die Bestands- und Entwicklungsgarantie des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sichergestellt wird. Die Umstellung darf nicht dazu führen, dass das staatsferne Verfahren zur Ermittlung des Finanzbedarfes des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Frage gestellt wird. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk leistet einen überaus wichtigen gesellschaftlichen Beitrag und muss auf allen Uebertragungswegen präsent sein.

- Für illegale Inhalte im Internet muss "Löschen statt Sperren" der Grundsatz auf nationaler wie auch auf europäischer Ebene sein. Gegenwärtig wird auf nationaler und europäischer Ebene erneut die Einführung von Internetsperren zur Bekämpfung von kinderpornographischen Inhalten im Internet diskutiert. Gerade die Anstrengungen der letzen Monate und die verbesserte Zusammenarbeit zwischen den Polizei- und Strafverfolgungsbehörden auf nationaler und insbesondere internationaler Ebene, den Jugendschutzeinrichtungen wie jugendschutz.net und den Selbstkontrolleinrichtungen wie dem Inhope-Netzwerke sowie den Beschwerde Hotlines haben in aller Deutlichkeit gezeigt, dass das Löschen von Inhalten erfolgreich sein und dass der Großteil der einschlägigen Inhalte binnen Wochenfrist gelöscht werden können. Diese Bemühungen und die Zusammenarbeit gilt es zu intensivieren, anstatt auf symbolpolitische Sperrdebatten zu setzen.


KulturNiedersachsen

 

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