StartDaniela Behrens (SPD): Landesregierung muss mit Ambau Tacheles reden

Daniela Behrens (SPD): Landesregierung muss mit Ambau Tacheles reden

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Daniela Behrens findet die Lohnsituation bei Ambau "beschämend".

03. September 2010 0 Kommentare

„Beschämend“ findet die örtliche Landtagsabgeordnete Daniela Behrens die Lohnsituation beim Unternehmen Ambau in Cuxhaven. "Eine Leiharbeitsquote von fast 50 Prozent und der unsägliche Tarifvertrag mit einer so genannten christlichen Gewerkschaft, der nicht angemessene Löhne bedeutet, ist nicht zu akzeptieren. Die Landesregierung muss sich hier vermitteln einbringen und mit Ambau Tacheles reden", findet Behrens.

Vor allem der Wirtschaftsminister müsse für Recht und Ordnung auf dem Arbeitsmarkt in Niedersachsen sorgen.

Daniela Behrens hatte bereits im Februar die Situation der Beschäftigten mit einer Anfrage im Landtag thematisiert. „Seitdem hat sich bei Ambau nichts bewegt. Engagierten Gewerkschaftern und Betriebsräten wird das Leben schwer gemacht. Die Löhne sind für die qualifizierte Arbeit viel zu gering. Die Leiharbeitsquote ist zu hoch, denn sie soll eigentlich nur Spitzen abdecken und nicht zur Dauersituation werden. Das kann von der Politik auf allen Ebenen nicht akzeptiert werden", findet die SPD-Politikerin. Sie beurteilt das Verhalten von Ambau grob unanständig. Vor allem vor dem Hintergrund, dass für Ambau viele Steuergelder ausgegeben worden sind. Behrens erinnert hier an die 6,6 Millionen Euro Förderung von Bund, Land und EU. „Ich finde es ungeheuerlich, dass ein Unternehmen, das eine solche Förderung erfahren und jede Unterstützung von allen Behörden für die Ansiedelung bekommen hat, nun unter Tarif zahlen kann. Doch niemand in der Landesregierung scheint sich daran zu stören“, fasst Behrens ihren Unmut zusammen. Das Verhalten von Ambau müsse zudem eine Rolle für die Bewertung der weiteren Ausbaupläne des Unternehmens am Standort Cuxhaven bis 2012 spielen.

Die SPD-Landtagsfraktion hat Leiharbeit immer wieder im Landtag zum Thema gemacht. Auch in der kommenden Woche steht Arbeitsmarktpolitik auf der Tagesordnung des Landtages. "Doch das FDP-geführte Wirtschaftsminister ist nicht wirklich am Thema interessiert. Die Landesregierung verschließt insgesamt vor den Verwerfungen des Arbeitsmarktes die Augen. Doch der Fall Ambau zeigt, wie dringend die ordnende Hand notwendig ist. „Ich fordere die Landesregierung dazu auf, Gespräche mit Ambau aufzunehmen und für vernünftige Vereinbarungen zugunsten der Arbeitnehmer zu sorgen!“


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